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Dizzy's Methodenpool 3: Planspiel - Ein Alleskönner unter den Simulationsspielen


Hallöchenihr alle!


Bildung ist so ein komplexes Thema und darüber wirklich alles zu wissen, ist gar nicht so einfach bzw. eigentlich unmöglich. Trotzdem ist es für mich nach wie vor eine kleine Herzensangelegenheit über den komplexen Beruf des Lehrers und was er eigentlich alles so lernt während des Studiums zu berichten.


Es gibt nach wie vor viele Menschen, die glauben, dass Spiele nichts im Unterricht zu tun haben. Sie seien ja nur da, um soziale Kompetenzen zu fördern, aber nicht, um wirklich etwas zu lernen. Hilbert Meyer sagt dazu: „Spielen im Unterricht ist nicht zweckfrei, sondern ein zielgerichteter Versuch zur Entwicklung der sozialen, kreativen, intellektuellen und ästhetischen Kompetenzen der Schüler.“ (Kiper, H./ Meyer, H. / Topsch, W.: Einführung in die Schulpädagogik. Berlin 2002, S. 344).

Es handelt sich also um ein Lehrverfahren, „das dem Lernenden Gelegenheit gibt, Entscheidungen für ein wirklichkeitsbezogenes, periodengegliedertes Zeitablaufmodell zu treffen und die Qualität der Entscheidungen auf Grund der quantifizierenden Periodenergebnisse zu überprüfen“ (Kaiser, Franz-Josef; Kaminski, Hans (1999); Methodik des Ökonomie-Unterrichts: Grundlagen eines handlungsorientierten Lernkonzepts mit Beispielen; Bad-Heilbrunn, S.172).


Bei Planspielen handelt es sich also eher um Simulationen, wie wir sie auch in Videospielen finden. Jeder kennt Klassiker wie Die Sims, Simcity oder Cities Skylines. Diese sollen hier ganz exemplarisch dafür stehen, worum es auch in Planspielen geht: Entscheidungen treffen in einer durchaus realitätsnahen Situation, die unmittelbar Auswirkungen zeigt. Wo baut man am besten seine Hauptverkehrsader, wohin das Industriegebiet? Was arbeitet mein Sim am besten? Wie interagiert er mit anderen? Es gibt viele Entscheidungsmöglichkeiten, die das ganze Spielgeschehen beeinflussen können. Auch ein Vergleich mit Strategiespielen wäre hier durchaus legitim.


Spiele sind in jedem Alter etwas Tolles

Ziele der Methode


  • Komplexe reale Systeme sollen verstanden werden

  • Fähigkeit zur sozialen Interaktion soll verbessert werden

  • Teamkompetenz der Spieler soll gefördert werden

  • Die SuS erwerben neues Wissen und Einsichten über Zusammenhänge,    Entscheidungs- und Handlungsprozesse.



Der Ablauf


Zunächst arbeiten sich die Lernenden in das Thema und ihre jeweiligen Rollen ein. Dazu erarbeiten sie sich selbstständig eine Strategie, die sie im späteren Verlauf dann erproben und ggf. dynmaisch anpassen. Es geht in dieser ersten Phase darum, den Rahmen des Planspiels zu präsentieren. Das Thema wird aufgegriffen, welches bearbeitet werden soll. Sollte es noch offene Fragen geben, ist auch in dieser Phase die Möglichkeit, diese zu klären. Außerdem werden hier die Spielregeln für jeden erklärt.


In der zweiten Phase erfolgt dann die Durchführung des Spiels mit allen Teilnehmern/Gruppen/Lernenden. Sie handeln gemäß der Spielregeln und ihrer eigenen Strategie. Der Spielleiter (sehr oft die Lehrperson) hält sich hierbei im Hintergrund und begleitet das Spiel moderierend. Diese Spielphase endet, sobald das Ende des zeitlichen Ablaufes des Projekts (z.B. mehrere Runden oder eine festgelegte Zeitspanne) erreicht worden ist.


In einer Abschlussphase meist im Plenum findet dann die Spielauswertung statt. Alle Ergebnisse werden zusammengetragen und besprochen. Besondere Handlungsstrategien, welche in der Realität (und eventuell auch von den Lernenden) eingesetzt werden, werden erklärt und ihre Beudeutung wird dargestellt. Die Realitätsnähe wird erneut geprüft und das Gelernte/Entdeckte wird übertragen. Weiterhin werden die Relevanz gewonnener Kenntnisse und Fähigkeiten und die Bereitschaft zum Handeln für die gesellschaftliche Realität überprüft.



Einsatz von Planspielen


Planspiele sind prinzipiell in allen Unterrichtsfächern in Simu, bei denen die reale Dauer und Komplexität in der Regel nicht erfahrbar sind und die Schüler Handlungsstrategien erproben können, ohne die Konsequenzen der Realität tragen zu müssen (vgl. Steinmann 1995, S.37).



Fazit


Alles in allem ist das Planspiel eine hervorragende Methode für handlungsorientierten Unterricht. Bei einem meiner ersten Blogposts habe ich ja über soziale Dilemmas berichtet, wie das Fischereispiel (in diesem Beitrag unten). Dieses eignet sich z.B. herovrragend für den Einsatz eines kleinen Planspiels, um den Teilnehmern dieses ökologische Prinzip näherzubringen.



So. Das war es mal wieder zu meinem Free-knowledge-Blogpost (FKB) für diese Freitag. Was haltet ihr von Planspielen? Meint ihr, dass man in Simulationsspielen eine ähnliche Erfahrung machen kann wie bei dieser Unterrichtsmethode? Schreibt's in die Kommentare oder lasst einen kleinen Like da!


Euer

GameMaking-plan-gaming Dizzy



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